vermehrung
die vermehrung der amaryllisgewächsen kann entweder durch das abnehmen von tochterzwiebeln, oder über samen erfolgen. viele arten sind selbstfertil, d. h., man kann sie mit sich selbst befruchten. hierzu gibt man mit einem wattestäbchen oder pinsel etwas vom pollen auf den stempel. die vorgehensweise habe ich hier anhand von sprekelia formosissima beschrieben. sie funktioniert aber auch bei den vertretern der gattungen hippeastrum und amaryllis.

mit einem wattestäbchen oder pinsel gibt man etwas vom pollen auf den stempel. nach einigen tagen beginnt der blütenboden dann zu wachsen, es bildet sich die frucht. wenn sie vertrocknet ist und sich öffnet, kann man die samen entnehmen.



als substrat habe ich eine mischung aus kakteenerde und seramis im verhältnis 2:1 verwendet. damit werden die samen ungefähr einen halben zentimeter bedeckt. bei temperaturen von 20-25 grad liegt die keimzeit zwischen fünf und zehn tagen.

da die sämlinge relativ schnell viele wurzeln bilden, sollte der anzuchttopf entsprechend gross bemessen werden. was mir hier leider aus platzgründen nicht möglich war.

der ideale standort für die anzucht ist hell, aber ohne direkte mittagssonne bei temperaturen ab 20 grad. das substrat hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. gedüngt werden muss nicht.
um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel oder ein glas über den topf stülpen. damit kein schimmel entsteht, muss täglich gelüftet werden.

ca. zwei wochen alter sämling von hippeastrum “minerva”, den ich ebenfalls wie oben beschrieben gezogen habe.