diese pflegeanleitung bezieht sich auf die verschiedenen amaryllis zuchtformen. bei den naturformen können abweichende ansprüche vorhanden sein. das habe ich dann bei der entsprechenden art vermerkt.
standort/licht
die amaryllis gedeiht am besten an einem ganzjährig möglichst sonnigen und hellen standort, nach gewöhnung wird auch direkte mittagssonne vertragen. übersommert werden kann im garten oder auf dem balkon. um blattverbrennungen zu vermeiden, sollte man die pflanzen dann aber erst langsam an die direkte und nun nicht mehr durch ein fenster gefilterte sonne gewöhnen. wenn die temperaturen beginnen, dauerhaft unter zehn grad abzufallen, kommen sie wieder ins haus.
erde
als substrat kann handelsübliche blumen- oder kakteenerde verwendet werden. um fäulnis vorzubeugen, lässt man die zwiebel am besten zu ca. der hälfte oder zwei dritteln aus der erde ragen.


gießen
gegossen werden kann während der blüte- und wachstumszeit durchdringend. die amaryllis erhält dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. in den untersetzer/übertopf ablaufende reste werden nach einigen minuten entfernt, denn staunässe kann zu fäulnis führen. vor der nächsten wassergabe darf das substrat dann gut an-, aber nicht ganz austrocknen.
düngen
zum düngen eignen sich flüssig- oder langzeitdünger (stäbchen), jeweils in der halben konzentration. gedüngt wird nur, wenn sich die pflanze im wachstum oder in der blüte befindet. die flüssige variante kann dann monatlich verabreicht werden. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen müssen die ersten sechs bis acht wochen nicht gedüngt werden.
nach der blüte
den blütenstängel kann man abschneiden, wenn er vertrocknet ist. die blätter werden an der pflanze belassen.
die amaryllis zum blühen anregen
um die amaryllis auch im nächsten jahr zur blüte zu bringen, gibt es verschiedene vorgehensweisen:
die sichere methode
ab september werden die wassergaben langsam bis auf null reduziert, es wird nicht mehr gedüngt. sind die blätter vertrocknet, dann können sie entfernt werden. jetzt beginnt die sechs- bis achtwöchige ruhephase der amaryllis-zwiebel. während dieser zeit hält man sie völlig trocken, sie kann dunkel platziert werden, bei temperaturen zwischen 10 und 15 grad.
nach dieser ruheperiode wird dann umgetopft. jetzt erhält die amaryllis wieder einen warmen und hellen standort. bis sich die ersten blütenansätze zeigen, sollte sparsam bis nicht gegossen werden, denn sonst kann es passieren, dass sie nur blätter ausbildet. bei mir hat sich folgende methode bewährt: nach dem eintopfen wird einmal kräftig gewässert, das nächste mal gegossen wird, sobald sich die erste blütenknospe zeigt.
die sanfte methode
ab oktober/november wandert die amaryllis an ein etwas kühleres plätzchen, bei temperaturen so um die 15 grad. jetzt hält man sie relativ trocken, giesst nur schlückchenweise und düngt nicht. sie erhält nun gerade noch soviel wasser, dass die blätter nicht beginnen zu erschlaffen oder zu vertrocknen.
nach ca. acht bis zwölf wochen kommt sie dann zurück an ihren angestammten platz. jetzt wird sie einmal kräftig gewässert und gedüngt. anschliessend kann gegossen werden, wie oben beschrieben.